Das jährliche Treffen der „Leiterplatten-Oldies“ wurde dieses Jahr von Manfred Hummel in Nürnberg organisiert.
Danach wollten wir uns das Vogtland anschauen. Die Gegend kannten wir überhaupt nicht und es soll eine schöne Landschaft sein, die sich über die Bundesländer Bayern, Thüringen und Sachsen erstreckt.
Wir haben dann noch einen Abstecher nach Tschechien drangehängt bzw. davor gehängt da ich Bilder von der Burg Vildstejn gesehen hatte und die Burg sehr interessant fand.
Anreise und 1. Etappe :
02.09.2025 03.09.2025
Die Anreise nach Nürnberg erfolgte in 2 Etappen. Erster Stop nach 381 km im Flörsbachtal.
Den 2. Stopp in Kreuzwertheim haben wir übersprungen und sind gleich nach Nürnberg durchgefahren um uns die 2 angebotenen Stellplätze in der Stadt anzuschauen. Dazu später.
Nach einem kleinen „Umweg“ über Wuppertal (Friedhof) sind wir dann über Köln und Olpe auf die Sauerlandlinie gefahren. Es gab gefühlt unendlich viele Baustellen, aber wir sind trotzdem relativ gut durchgekommen. Auch das Wetter war auf unserer Seite.
Bad Orb kannten wir noch vom Namen, aber ab da ging es durch eine wunderschöne Landschaft ins Nirgendwo. Der Spessard hat da einiges zu bieten.
Das gilt auch für den Stellplatz im Flösbachtal : ruhig, Platz für 20 Mobile (wir waren zu Zweit) mit V&E, Strom, Wasser und WC für 10€/24h. In der Nähe war ein Jugendzeltlager, das aber akustisch nur aus der Nähe auffällig war.
Nach einem ausgiebigen Hundespaziergang stellt sich abends die Frage „fahren wir morgen weiter, oder bleiben wir noch eine Nacht“?
Das Flösbachtal hat gewonnen. Nach einem gemütlichen Hundespaziergang und nachdem wir den Platzwart im Redeschwall unterbrechen konnten sind wir am frühen Nachmittag aufgebrochen um die Stellplätze in Nürnberg zu erkunden. Vorher gab es aber noch einen kurzen Stop bei einem „Herrenausstatter“
Krokusse im Herbst ?
Herbstzeitlose .... und giftig
2. Etappe : 03.09.2025
Nach 280km haben wir dann Nürnberg erreicht.
Wir haben mit 2 Womo’s an dem Treffen teilgenommen. Da wir früher in Nürnberg anreisen konnten, wollten wir die Stellplätze sondieren und dann möglichst auch für 2 Fahrzeuge belegen. Soweit der Plan. Großstadtverkehr ist die eine Sache, aber in Nürnberg war ein großes Volksfest und gefühlt hielten sich alle Franken in Nürnberg auf (sowie zugereiste Bayern). Wir haben uns durch den Verkehr zu den Stellplätzen durchgekämpft, aber da lief garnichts. Die Wohnmobile standen zum Teil auf Wiesenflächen die eigentlich zu einem Park gehörten und die Flächen waren auch abgetrennt.
Wir mußten erstmal schlafen, es wurde immer später und so langsam dunkel. Da half nur schnelle Flucht. Ich hatte für die Zeit nach dem Treffen einen Stellplatz in Auerbach in der Oberpfalz entdeckt und den sind wir dann einfach angefahren in der Hoffnung eine freien Platz zu bekommen.
Im Dunklen angekommen hat uns der Platzbesitzer/Wirt der Gaststätte begrüßt und einen Platz zugewiesen. Es standen noch 5 Fahrzeuge da und somit war nur noch ein enger Platz unter einem Baum verfügbar (naja, die Zweige waren auch relativ niedrig), aber es ging.
3. Etappe : 04.09.2024-05.09.2025
Es ist immer gut, wenn man mit anderen Mitcampern ein Schwätzchen hält. Beim Morgenkaffee auf dem Hof – die Hunde spielten – sprachen wir über die Stellplatzsituation in Nürnberg. Die Nachbarn waren aus der Umgebung von Nürnberg und wollten nur etwas ausprobieren und darum nahe der Heimat auf dem Stellplatz. Sie erzählten, dass in der Nähe ihrer Wohnung ein Park&Ride Platz wäre mit einem großen Platzangebot und es ständen da auch häufiger Wohnmobile. Gute Idee und wir sind da hin.
Wirklich viel Platz und die S-Bahn für alle 20min nach Nürnberg Hbf und es waren nur 4 Stationen = 8 min. Super! Wir haben die Zeit für einen Stadtbummel incl. Klos mit Soß.
Dann kam gegen 14:00 Uhr ein Anruf : das andere Wohnmobil war von Xanten nur bis Haan gekommen und dann liegen geblieben. Der Motor ließ sich nicht mehr starten und man wartete auf den ADAC. Um 18:00 Uhr die „Entwarnung“. Die Werkstatt konnte helfen und man würde jetzt in einer non stop Fahrt nach Nürnberg kommen in der Hoffnung noch in der selben Nacht einzutreffen.
Wir sind dann mit der Bahn nach Nürnberg gefahren und sind mit den Anderen zum Abendessen gegangen.
Das Lokal „Böhms Herrenkeller“ war ein traditionelles Nürnberger Wirtshaus, in dem (angeblich ?) Albrecht Dürer ( +1528 ) häufig Gast war ? Naja, die Geschichte wurde über 500 Jahren immer so erzählt.
Es war ein schönes Wiedersehen und wir sind gegen 22:30 Uhr zu unserem Parkplatz aufgebrochen.
Um 23:45 Uhr kam der Anruf : „Wir stehen hinter euch, bis Morgen“
4. Das Oldie-Treffen und Abschied aus Nürnberg 05.-07.2025
Bildergalerie Nürnberg
5. Weiterfahrt nach Tschechien zur Hrad Vildstejn, 07.09.2025
Wir hätten unterhalb der Burg über Nacht stehen können, sind aber wieder zum „Schlupfloch“ gefahren“. Nach einem gemütlichen Frühstück kam die Entscheidungsftage : noch einen Tag bei Sonnenschein in der Oberpfalz bleiben oder weiter fahren. Wir haben uns für weiterfahren entschieden.
Das sonnige Wetter machte die Landschaft der Oberpfalz noch schöner und wir kamen so gegen 17:00 Uhr in Skalná an. Die Burg konnten wir nicht mehr besichtigen, es war nur ein kurzer Rundgang im Burghof und eine Besichtigung des sehr makaber „geschmückten“ Gefängnisses möglich. Überall waren elendig aussehende Puppen drapiert, die wohl die Zustände in dem Gefängnis illustrieren sollen????
Unterhalb der Burg gab es einen Stellplatz an einem kleinen Park mit See. Schön für Hunderunden und relaxen.
6. Auf ins Vogtland 08.09.-09.09.2025
Die Ziele waren :
der größte oberirdische Topas der Welt/Deutschlands ???
Das Naturschutzgebiet „3Bächel“ mit dem ältesten Fichtenbestand Sachsens
Der Wasserfall oberer Floßgraben
Einen Platz für die Übernachtung.
Die Fahrt durch das südliche Vogtland war an sich schon die Reise wert : lanschaftlich wunderschön und die Sonne verstärkte das Gefühl natürlich.
Der größte Topas
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